ENSEMBLE

Die Theatergruppe Friedrichsdorf zählt etwa 25-30 Aktive. Davon sind die meisten engagierte Amateurschauspieler, aber auch viele gute Geister „hinter den Kulissen“ gehören zum Ensemble. Im Folgenden möchten wir sie vorstellen.

Brigitte Arnold (Verwaltungsangestellte)

„Der Gute Geist für alles Mögliche und Unmögliche...“ Brigitte gehört seit 1974 zum Ensemble. Sie ist nicht nur auf der Bühne aktiv, wo Hosenrollen ihre Spezialität sind, sondern auch ein unverzichtbarer guter Geist, wenn es um Requisite und Probenraumkoordination geht. So manche Probe wäre schon ausgefallen, wenn sie nicht noch in letzter Minute ein geeignetes Plätzchen für uns gefunden hätte. Die Zuschauer kennen Brigitte unter anderem als Moritatensänger aus der Dreigroschenoper, als Hohl-Elbet in „Die Hexen von Homburg“, Schneider in „Der Widerspenstigen Zähmung“, Dottore Lombardi in „Diener zweier Herren“, als Wissenschaftler in „Die kleinen Stimmen“ und Ezekiel Cheever in der „Hexenjagd“.

Hannah Bayer (Schülerin)

Mit der Inszenierung der „Hexenjagd“ atmete Hannah erstmalig Bühnenluft bei der Theatergruppe Friedrichsdorf. Hannah ist Schülerin der CWS Usingen. In der „Hexenjagd“ gehörte sie als Mercy Lewis zu den „verhexten“ Mädchen aus Salem.

Willi Bender (Kaufmann)

Willi ist seit 1958 – gerade ein Jahr nach der Gründung – Mitglied der Theatergruppe und „Senior“ des Ensembles. Mehr als zehn Jahre war er Vorstandsvorsitzender und hat im Vorstand auch viele andere Positionen, darunter die Geschäftsführung, inne gehabt. Willi spielte bei weit über der Hälfte der inzwischen über 70 Inszenierungen mit und führte auch Regie. In unzähligen spannenden Rollen war er zu sehen, darunter viele anspruchsvolle wie den Biedermann in „Biedermann und die Brandstifter“. Auch kleineren Rollen verleiht er Charakter. Vor nicht allzu langer Zeit war er als philosophierender „Nachtwächter“ in „Die kleinen Stimmen“ und als Richter Hathorne in der „Hexenjagd“ zu sehen. Die Gruppe schätzt seine Ausgeglichenheit und Erfahrung. Außerdem verwöhnt er die Spieler während der Proben und Aufführungen mit Kulinarischem und sorgt damit dafür, dass die Mägen niemals lauter knurren als die Stimmen tragen.

Heidi Enslin

Heidi ist seit 1963 dabei. Nach vielen Jahren als Spielerin wechselte Heidi vor 15 Jahren ins Regiefach. Auch im Vorstand aktiv hatte sie bis 2004 hatte den Vereinsvorsitz inne. Auf der Bühne war sie unter anderem als Sabina in „Wir sind noch einmal davongekommen“, Mrs. Webb in „Unsere kleine Stadt“ und als Cecily in „Bunbury“ zu sehen. Was die Regie betrifft, liegt ihr Schwerpunkt zum einen auf sozialkritischen und politisch motivierten Stücken, aber es gibt auch herrliche Ausflüge in die Welt der Klassiker, die sie mit viel Gefühl umsetzt. Deshalb gehören zu den Stücken, die Heidi inszenierte, Werke wie „Pierre der Mensch“, „Bezahlt wird nicht“ und „Top Dogs“ ebenso wie Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ und „Was ihr wollt“.
Mit der Auswahl und Regiearbeit von „Top Dogs“ hatte Heidi für uns eine neue Richtung eingeschlagen: Weder Lustspiel noch historische Komödie oder Tragödie, und kein Boulevardstück. Stattdessen eine Psycho-Tragikomödie mit absolut aktuellem Bezug. Collagenhaft wird dargestellt, wie unterschiedliche Charaktere, alles arbeitslos gewordene Topmanager, mit einer Ausnahmesituation umgehen. Für das Ensemble bedeutete die Inszenierung eine harte Probezeit, die aber zu einem unserer größten Erfolge der letzten Jahre führte.
Wir sind gespannt, was sie als nächstes in Angriff nimmt.

Dr. Heiner Enslin (Internist)

Man braucht gar nicht lange zu überlegen, wie Heiner wohl 1971 zur Theatergruppe gekommen ist. Heiner ist, wenn es denn seine Zeit erlaubt, „hinter den Kulissen“ dabei. Mit ruhigem Sachverstand und klarem Durchblick gibt er seiner Frau Heidi, die als Regisseurin von ihrer Familie so einige „Opfer“ abverlangt, und auch der ganzen Truppe gute Ratschläge. Im Vorstand war er eine lange Zeit als Beisitzer aktiv. Gerne beschäftigt Heiner sich auch als „Bühnenhandwerker“, ob mit rotem Farbpinsel oder mit Säge und Hammer, um dem Bühnenbild den letzten „Schliff“ zu geben.

Jörg Ernst (Dipl.-Kaufmann)

Schon seit fast zwanzig Jahren ist Jörg eines der aktivsten Mitglieder des Ensembles und hat viele der ganz großen Rollen gespielt. Nach 12 Jahren Vereinsvorsitz und zwei Jahren Pause ist Jörg seit 2004 wieder Vorsitzender. Das aktive Theaterspiel ist daneben aber seine Leidenschaft, und wenn es seine Zeit erlaubt, ist er auf der Bühne dabei. Jörg ist ein sehr flexibler Spieler und überzeugte in klassischen Rollen wie Mephisto im „Urfaust“, Petruchio in „Der Widerspenstigen Zähmung“ und Truffaldino in „Der Diener zweier Herren“. Ebenso erfolgreich ist er im komischen Fach neuzeitlicher Stücke, zum Beispiel als Richard Willey in „Außer Kontrolle“ und als Giovanni in „Bezahlt wird nicht“. Auch aus kleineren Rollen macht er echte Charaktere, wie beispielsweise als Pfarrer in „Was ihr wollt“. In der Hexenjagd überzeugte Jörg als inquisitorischer Richter Danforth.

Hanne Garnier (Kauffrau)

Hanne gehört zu unseren Gründungsmitgliedern und zu den erfahrenen Spielern und Regisseuren der Gruppe. Viele schöne Kostüme, beispielsweise die farbenfrohen Kleider aus der Anfangsszene in „Was ihr wollt“ sind auf ihrer Nähmaschine entstanden. Oft hat sie als zuverlässige Souffleuse dem einen oder anderen das rechte Wort zum rechten Zeitpunkt geliefert. Auf der Bühne gab es Hanne unter anderem 1961 als Frau Biedermann, als Claire Zachanassian in „Der Besuch der alten Dame“, als Frl. Dr. Mathilde von Zalund in „Die Physiker“, Frau Stahr in „Die Deutschen Kleinstädter“ und als Frau Peachum in der „Dreigroschenoper zu sehen. Zu ihren Regiearbeiten zählen „Ein Mords-Sonntag“ und „Fisch zu Viert“.

Gerd Glassner (Dipl.-Ing.)

Gerd gehört seit 1965 zur Gruppe und trägt mit seinem „trockenen“ Humor oft zur Stimmung in der Gruppe bei. Sein Metier ist die Technik und der Bühnenbau. Als „Herr der Beleuchtungs- und Tonanlage“ setzt er uns immer ins rechte Licht. Zu seinen leider seltenen aber erfolgreichen Ausflügen auf die Bühne gehören u.a. „Tango“, die Titelrolle in „Pierre der Mensch“ und Carlos in „Wind in den Zweigen des Sassafras“.

Uschi Glassner (Fremdsprachenkorrespondentin)

Uschi ist als Geschäftsführerin Mitglied des Vorstandes und seit 1971 aktiv. Sie ist nicht nur immer da wenn man sie braucht, sondern bestimmt aktiv das Geschehen hinter der Bühne und im Verein mit. Bei der Planung neuer Stücke und während der Proben gibt es von ihr gute Impulse, beim Bühnenaufbau und wenn es etwas zu organisieren gibt ist sie immer ganz vorn dabei. Was viele Zuschauer nicht wissen: Uschi ist unsere beste Souffleuse und hat schon jeden von uns mal „gerettet“. Auf der Bühne war sie unter anderem als Hexe im „Urfaust“, Jenny in der „Dreigroschenoper“, Bridget in „Einer für Alles“ zu sehen. Aber auch in komischen Rollen, beispielsweise als Pamela in „Außer Kontrolle“ und als Babette in „Boeing Boeing“ überzeugte sie. Bei der „Hexenjagd“ brillierte sie als Tituba.

Britta Gottfried (Sekretärin/Fremdsprachenkorrespondentin)

Als Vorstandsmitglied ist Britta für die Pressearbeit zuständig. Sie gehört zu unseren engagiertesten Mitgliedern. Schon zu Schulzeiten an der CWS Usingen hat sie im jugendlichen Alter mit Hingabe und Leidenschaft Theater gespielt. Britta beschäftigt sich viel mit Theater und sucht ständig neue Stücke, die sich zur Aufführung eignen. Auch so manches Programmheft trägt ihre Handschrift. Die Mitspieler schätzen ihre Tipps, die Regisseure ihre aktive Mitarbeit und das ganze Ensemble ihren Teamgeist. ?Außer Kontrolle? war ihre erste Regiearbeit.
Die Zuschauer kennen Britta seit 1985 in großen emotionsgeladenen Rollen, beispielsweise als Jeanette in “Romeo und Jeanette“, als Marie in „Pierre der Mensch“, als Gretchen im „Urfaust“, in der Rolle der Olivia in „Was ihr wollt“, als Antonia in Bezahlt wird nicht“, als karrierebeflissene Supermanagerin Julia Jenkins in „Top Dogs“ und natürlich in ihrer Paraderolle, der “Katharina in „Der Widerspenstigen Zähmung“. Die Inszenierung von Arthur Millers „Hexenjagd“ hat sie mit der Übernahme der Regie gekonnt umgesetzt.

Hansjörg Graf (Kaufmann)

Hansjörg ist festes Mitglied eines Frankfurter Amateurensembles, seit 1986 bei der TGF Mitglied, aber schon seit 1980 immer wieder als Spieler aktiv. Immer dann, wenn ein honoriger Mann in den besten Jahren gebraucht wird, fällt uns sofort Hansjörg ein. So spielte er in „Tango“ und in „Romeo und Jeanette“ mit. Zu seinem weiteren Repertoire in unserer Theatergruppe gehört die Figur des Peachum in der „Dreigroschenoper“, Dr. Gibbs in „Unsere kleine Stadt“ und eine Doppelrolle als Apotheker und Kaiser Franz Josef in „Die kleinen Stimmen“. Als Hanspeter Müller war er einer der „Top Dogs“. In der „Hexenjagd“ spielte er Giles Corey.

Margot Hehemann

Margot gehört seit 1985 zur Gruppe. Sie ist nicht nur auf der Bühne aktiv, sondern unterstützt uns tatkräftig auch dann, wenn sie keine Rolle hat. Die Zuschauer kennen Margot als Mrs. Peachum in der „Dreigroschenoper“, Lady Higgins in „Pygmalion“, als Esther, die Mutter der Titelfigur, in „Pierre der Mensch“, als Enid in „Einer für Alles“, als Landgräfin in „Die Hexen von Homburg“ und als Frau Marthe im „Urfaust“. Das sie auch gesanglich etwas bieten kann, zeigte sie u.a. beim „Erich Kästner – Liederabend“ und beim „Dreigroschenabend“. Sie wirkte auch in „Biedermann und die Brandstifter“ als „die Stimme der Witwe“ mit. In der „Hexenjagd“ sahen wir sie als Rebecca Nurse.

Rainer Henrici (Dipl.-Ing.)

„Richie“ ist schon seit 1986 Mitglied des Vereins. Als Kassenwart gehört er schon seit Jahren zum Vorstand. Die Photographie ist eines seiner Hobbys. Er dokumentiert mit Begeisterung Proben, Theateraufführungen und Vereinsleben. Viele seiner Photos sind so gut, dass ein Profi sie nicht besser machen könnte.
Wie andere ist auch er über die Schauspielerei in seiner Schulzeit an der CWS Usingen zur Friedrichsdorfer Theatergruppe gekommen. Rainer ist ein sehr vielseitiger Spieler, der sowohl große Rollen füllt als auch kleineren Rollen zu echten Charakteren macht. Er lebt sich in seine Rollen so intensiv ein, dass er noch nach Jahren viele Textpassagen erinnert. Als großer Shakespeare-Fan rezitiert er noch heute aus dem Stegreif seine Monologe als Herzog Orsino aus „Was ihr wollt“. Er spielte den Schüler im „Urfaust“, den Schmidt im „Datterich“, den Chronisten und Geschichtsschreiber in der„Homburger Hexenjagd“, den Nachbarn von Phillip Reis und Moltke in „Die kleinen Stimmen“, den Kommissar in „Ein Mords-Sonntag“, Crispin in „Einer für Alles“, Pandolfo in „Der Diener zweier Herren“ und den gefeuerten Ex-Manager und Psychopathen Heinrich Krause in „Top Dogs“, um nur einige Beispiele seiner bisherigen Rollen zu nennen. In der „Hexenjagd“ verkörperte er den Großgrundbesitzer Thomas Putnam.

Uwe Jacobi (Bauingenieur)

Uwe ist seit 1996 Teil des Ensembles. Er ist nicht nur ein guter Spieler, sondern auch ein echter Kumpel, der mit seinen spontan-komischen Einlagen viel zur guten Laune während der Proben beiträgt. Sein Debut in der Theaterwelt der „TGF“ gab er als Hans in „Die Hexen von Homburg“ 1996, einer Gemeinschaftsarbeit mit der Studiobühne Bad Homburg. Uwe fühlt sich sowohl in tragische Rollen, wie beispielsweise als Guy Jones in „Einer für Alles“, als auch in komischen Parts wie Luigi in „Bezahlt wird nicht“ wohl. Seine Darstellung des George in „Außer Kontrolle“ ist vielen Zuschauern noch heute in lebhafter Erinnerung. Während er in „Top Dogs“ in die grausame Welt der Topmanager wechselte, kämpfte er in der „Hexenjagd“ als Pastor Parris gegen das Böse an.

Rainer Kremin (Architekt)

Rainer ist seit 1971 dabei und bringt während der Proben viele gute Ideen ein. Auf die Rolle des Liebhabers wie beispielsweise in Boeing-Boeing ist er schon fast abonniert. Rainer spielte oft die ganz großen Rollen in unseren Inszenierungen, beispielsweise den Mackie Messer in der „Dreigroschenoper“ von Brecht/Weill, den „Don Juan“ im gleichnamigen Stück von Max Frisch, den Spielleiter in „Unsere kleine Stadt“ von Thornton Wilder, den Julien in „Romeo und Jeanette“, den Kellner Eisenring in „Biedermann und die Brandstifter“ und, besonders beeindruckend, den Faust im „Urfaust“. Nach einer Kunstpause ist er seit 2001 wieder aktiv dabei, zuletzt als Florindo in „Der Diener zweier Herren“ und Dodo Deér in „Top Dogs“. In der „Hexenjagd“ überzeugte Rainer als John Proctor.

Edgar Laudes (Studienrat, Physik und Mathematik)

Edgar ist seit 1999 dabei. Er meldete sich auf eine unserer Zeitungsannoncen, und war genau der, den wir gesucht hatten. Schnell wurde er zum festen Bestandteil des Ensembles. Obwohl er lieber etwas ernstere Rollen spielt, überzeugt er auch im komischen Fach. Edgar spielte den Schwager in „Die kleinen Stimmen“, den Schmerzwang in „Was ihr wollt“, den Träger in „Der Diener zweier Herren“ und Börsenmanager Gilles Tschudi in „Top Dogs“.

Peter Link (Jurist)

Peter ist seit 1991 Teil des Ensembles. Seine Theatererfahrung sammelte er vorher u.a. bei den seinerzeit erfolgreichen „Spießburgern“. Wenn er nicht probt, spielt er Fußball und Badminton. Mit seiner ruhigen und überlegten Art sorgt er für Abkühlung, wenn die Diskussionen mal allzu hitzig werden. Besonders überzeugend ist Peter als Darsteller von etwas skurrilen Typen, aber er hat auch schon sein komisches Talent unter Beweis gestellt. Die Zuschauer kennen ihn als Gremio in „Der Widerspenstigen Zähmung“, als Inquisitor in der „Homburger Hexenjagd“, als Malvolio in „Was ihr wollt“ (sehr köstlich!) und als „Multitalent“ in „Bezahlt wird nicht“, wo er gleich vier Rollen spielte: Polizist, Leichenbestatter, Carabinieri und Großvater. Zu seinem Repertoire gehört aber auch Silvio in „Der Diener zweier Herren“, Urs Bihler in „Top Dogs“ und Reverend Hale in „Hexenjagd“.

Veronika Lutz (Sekretärin)

Veronika ist seit der zweiten Inszenierung des „Biedermann“ 1993 dabei. Ihre zarte, blonde Erscheinung prädestiniert sie für Mädchenrollen, aber ihre spielerischen Möglichkeiten gehen weit darüber hinaus. Als Viola, die sich in „Was Ihr wollt“ als Cesario und damit als Mann ausgibt, konnte Vroni ihr Talent voll zum Einsatz bringen. Und als Frau Reis in „Die kleinen Stimmen“ verursachte sie in den nachdenklichen Szenen nicht nur den Zuschauern eine Gänsehaut. Veronika gab es auch als aufmüpfige Jugendliche Linda in „Einer für Alles“ zu sehen, und als Clarissa in „Ein Mords-Sonntag“ konnte sie ihre ungändige Freude am komödiantischen Spiel ausleben. In der „Hexenjagd“ spielte sie Ann Putnam.

Anne Meier (Studentin)

Wie so manch anderer der „alten Hasen“ in der Gruppe ist Anne über ihre Schule, die Christian-Wirth-Schule (CWS) in Usingen, zur Schauspielerei gekommen. Anne ist bei den Friedrichsdorfern als Mary in der „Hexenjagd“ zum ersten Mal dabei gewesen. Seit 1998 war Mitglied der Theatergruppe an der CWS, bei der sie bis 2004 noch in der Spielleitung aktiv war. Zu ihren bisherigen Stücken zählen die „Italienische Nacht“ von Ödön von Horvarth, „Ein Engel kommt nach Babylon“ von Friedrich Dürrenmatt, „Don Juan oder die Liebe zur Geometrie“ von Max Frisch und „Feuergesicht“ von Marius von Mayenburg.

Christina Meyer (Schülerin)

Christina spielt seit ihrer Jugend mit Begeisterung Theater. Zum ersten Mal stand sie in dem Stück „Ein Engel kommt nach Babylon“ 2000 auf der Bühne, gefolgt von „Don Juan oder die Liebe zur Geometrie“ von Max Frisch, „Romulus der Große“ und zuletzt in der Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ der ARS Neu-Anspach. Mit der perfekten Besetzung der Abigail Williams in der „Hexenjagd“ von Arthur Miller gab sie ihr Debut bei der Theatergruppe Friedrichsdorf.

Erhard Müller (Dipl.-Ing.)

Erhard ist ein alter Theaterhase, gehört er schon seit 1961 zum Ensemble. Er ist nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne aktiv und unverzichtbar wenn es um den Bühnenaufbau geht. Auf die Frage: „Kennst Du einen neuen Witz?“ bleibt Erhard nie eine Antwort schuldig. Wenn er nicht mitspielt, gehört er zu unseren Licht- und Tontechnikern. Die Zuschauer haben ihn als Wirt in „Diener zweier Herren“ und als Kapitän in „Was Ihr wollt“ gesehen, bei der „Hexenjagd“ als John Willard.

Helga Ostermeyer (Schaufenstergestalterin)

Helga ist eine der erfahrensten Regisseurinnen unserer Gruppe. Sie gehört der Gruppe schon seit über vier Jahrzehnten an. Als passionierte Theaterbesucherin kennt sie unglaublich viele Stücke und ist immer auf dem Laufenden darüber, was sich in der Frankfurter Theaterszene abspielt. Wenn sie Regie führt, setzt sie sich schon im Vorfeld sehr intensiv mit dem Stoff auseinander, sorgt für umfassendes Hintergrundmaterial und erleichtert so den Spielern, sich an ihre Rolle heranzuarbeiten. Bei ihrer Regiearbeit schafft sie immer wieder aktuelle Bezüge und baut innovative Details in die Inszenierungen ein. Neben ihrer Regiearbeit entwirft sie Bühnenbilder und plant und näht Kostüme. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter entwickelte sie fast alle unsere Plakate und entwarf und schrieb viele der Programmhefte. Auf der Bühne war Helga unter anderem als Gwendolin in „Bunbury“, Donna Elvira in „Don Juan“, und als Ottilia in der „Homburger Hexenjagd“ zu sehen.

Carolina Ott (Schülerin)

Carolina ist die Jüngste der derzeit aktiven Truppe. Sie spielt mit Begeisterung seit ihrer Kindheit Theater. An ihrer Schule, der CWS Usingen, gehört sie zur Theatergruppe. Mitgespielt hat sie u.a. bei den Stücken „Das Haus von Monte Video“ von Curt Goetz, „Don Juan oder die Liebe zur Geometrie“ und „Der Nackte und der Mann im Frack“ von Dario Fo. Als Betty Parris in der „Hexenjagd“ hatte sie ihren Erstauftritt bei der Theatergruppe Friedrichsdorf.

Anette Quentel (Dipl.-Anglistin)

Seit 1997 gehört Anette zur Theatergruppe. Mit ihrem Faible für Literatur und moderne englische Dramatiker wollte sie bei „Einer für Alles“ eigentlich in die Regiearbeit einsteigen und am Programmheft mitarbeiten, geriet aber, eher durch Zufall, auf die Bühne. Ihr Regiedebut gab sie dann zwei Jahre später mit „Die kleinen Stimmen“, als sie für Helga Ostermeyer einsprang. Sie spielte die Magd Maria in „Was ihr wollt“ und, davon träumend, die 'Waffen' einer Frau einzusetzen, die mißglückte Managerin Susanne Wrage in „Top Dogs“. Für diese Stücke gestaltete sie auch die Programme. Anette ist ein Multitalent. Sie ist in Sachen Internet aktiv und übernahm für die „Hexenjagd“ 2003 die Pressearbeit, Werbung und Gestaltung des Programmheftes. Ein professionelles Layout mit guten Texten hat sie entwickelt, so überzeugend, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Dies stellt Anette immer wieder unter Beweis, denn auch für die jüngsten Stücke hat sie die Konzeption der Programme und Plakate übernommen.

Marion Schüllner (Sekretärin/Gymnastiklehrerin)

Seit 1993 Jahren gehört Marion zum festen Ensemble. Immer wieder bewundernswert ist ihre eiserne Disziplin, wenn es ums Textlernen geht. Dabei merkt sie sich nicht nur ihre eigenen Texte, sondern kennt auch die Rollen der Mitspieler, wodurch sie schon so manchen bei einem „Hänger“ retten konnte. Marion spielt besonders gerne Boulevardkomödien, wo sie oft als Liebhaberin auftritt und auch schon mal nur leicht beschürzt zu sehen ist. So sorgt sie für mehr als nur ein Raunen im Publikum, als in „Boeing-Boeing“ ihr Handtuch fiel. Marion kann aber noch viel mehr. So verlieh sie der Rolle des Narren in „Was ihr wollt“ eine besondere Leichtigkeit und bewies als Margherita in „Bezahlt wird nicht“ und als Jane in „Außer Kontrolle“ ihr komisches Talent. Wir kennen sie auch als störrische Tochter Rosaura in „Der Diener zweier Herren und als gebranntmarkte Elizabeth Proctor in der „Hexenjagd“.

Volker Sieglar („E Kölsche Jung“)

So fing alles an.......: Sein heutiger Schwager fragte ihn – ?Kannst du nicht mal unsere Gruppe auf Video aufnehmen? Das war 1990, in der Zeit vom ?Sassafras?. So wohr et, un e`su es et immer noch.
Volker steht lieber hinter als auf der Bühne. Seitdem mischt er hauptsächlich den Ton, besonders aufwendig war hier der „Urfaust“ 1991/92 mit drei Bandmaschinen gleichzeitig. Auch im Kulissenbau und der Lichttechnik bringt er sich ein, hier besonders 1993 in „Der Widerspenstigen Zähmung“. Ansonsten gibt es im Verein immer was zu tun: Bühnen-Auf- und Abbau, Lkw fahren, Videos von den Aufführungen erstellen usw. um einiges zu nennen. Als schönstes Stück seiner bisherigen Zeit im Verein nennt Volker die „Homburger Hexenjagd“ von Dagmar Scherf, eine Co-Produktion mit der Studio-Bühne Bad Homburg 1996. Seit damals ist er also bei der „TGF“ hängengeblieben und versucht so jedes Jahr zum Gelingen bzw. zur rechtzeitigen Fertigstellung verschiedener Projekte beizutragen.

Klaus Waldschmidt (Lehrer i.R.)

Als Schauspielschüler studierte Klaus Anfang der 50er Jahre mit einigen Theater interessierten Friedrichsdorfern den „Tartuffe“ von Molière ein – und sorgte so bei vielen für Begeisterung am Theaterspielen. Als das Theaterfieber immer mehr grassierte, machte Klaus zusammen mit 26 Gleichgesinnten 1957 Nägel mit Köpfen und gründete die Theatergruppe Friedrichsdorf. Als Vereinsgründer ist Klaus seiner Truppe immer treu geblieben, auch wenn er sich beruflich bedingt (Umzug nach Gelnhausen) einige Jahre nach der Gründung aus dem aktiven Vereinsleben zurückzog. Doch immer wieder kam er vorbei und schaute, was aus „seiner“ Truppe wurde. Umgekehrt auch: Auf seine Initiative hin gibt die Theatergruppe fast alljährlich auch ein Gastspiel bei ihm in Gelnhausen.
Nach seiner Pensionierung widmet sich Klaus, wenn es nur geht, der Literatur, macht Lesungen, Kleinkunst, ist auch schon mal als Conferencier auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs, aber ab und zu ist er doch wieder bei „seiner“ Theatergruppe, als Regisseur der Stücke „Datterich“ und „Der Diener zweier Herren“ oder auch als Mitspieler in „Pierre der Mensch“, im „Urfaust“ oder als „Datterich“ selbst.