Die Grönholm Methode – Friedrichsdorfer Spieler auf Bad Homburgs Volksbühne
Zwei Mitglieder von Theaterpur! sind derzeit bei der Volksbühne Bad Homburg aktiv. Sylvia van Bentum, seit zwei Jahren auch aktives Vereins- und Vorstandsmitglied in unserem Verein, hält als Regisseurin bei dem aktuellen Stück der Volksbühne, Die Grönholm Methode (Schauspiel von Jordi Galceran), derzeit alle Fäden in der Hand. Einer der vier Darsteller ist Rainer Kremin. Beide waren im vergangenen Jahr als Spieler in Drei Mal Leben von Yasmina Reza zu sehen. Die Aufführungen finden im November 2013 an verschiedenen Spielorten statt.
Weitere Informationen zu Inhalt, Terminen und Kartenvorverkauf erhalten Sie unter:
http://www.volksbuehne-bad-homburg.de/index.html

 Der Herbst 2013 steht ganz im Zeichen zweier kurzer Stücke, die vom Rande Europas kommen
und aller Beachtung wert sind.

Spielbühne Wehrheim & THEATERpur! Theatergruppe Friedrichsdorf spielen:

Die Nacht vor der Verhandlung

Einakter von Anton Tschechow

und

Die Nebelschlucht

Einakter von John Millington Synge

 DAS STÜCK

Auf den ersten Blick mag es befremdlich erscheinen, die beiden Theaterdichter Anton Tschechow und John Millington Synge in einem Aufführungsabend zu vereinen. Zwei Große ihres Handwerks, die weit voneinander entfernt gelebt und geschrieben haben. Der ganze Kontinent liegt zwischen ihnen: Tschechow mit seinen russischen „Drei Schwestern“ und Kirschgärten, während Synge seine irischen Helden und „Reiter zum Meer“ atmen, sterben und auferstehen lässt.

Und doch: Zeitgenossenschaft eint sie, zwei Lebensläufe die vom ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert geprägt sind. Beide haben unter den gesellschaftlich Ärmsten, den Bauern, gelebt, beide haben sich für politische Veränderungen eingesetzt, beide sind dichtend berühmt geworden. Dies alles ist nachzulesen.

Die Einakter Die Nacht vor der Verhandlung sowie Die Nebelschlucht – von Akteuren der Spielbühne Wehrheim/Theatergruppe Friedrichsdorf zur Darstellung gebracht – leben ganz aus dem Wort. Sowohl Synge als auch Tschechow sind nach innen gegangen, haben aufgespürt, was jenseits des sprachlichen Alltags wächst. Es ist eine kaum ausdeutbare Welt von Wünschen, Täuschungen, jäher Erkenntnisse. Handlungsarmut hat man den Stücken vorgeworfen – lächerlich, angesichts jener wunderbaren Milchstraßen aus Funkenflug und Schattenfall.

Die Nacht vor der Verhandlung ist ein frühes Stückchen des russischen Dramatikers, unvollendet, einer gleichnamigen Erzählung nachgebildet. Tschechow schafft ohne Umwege eine Situation, die Komik und Tragik in sich birgt. Schon in diesem frühen Fragment ist er ganz bei sich: Menschen, die sich wie nebenbei selbst entlarven, aus stolzer Höhe in die Lächerlichkeit stürzen, um Würde ringen.

Die Nebelschlucht (The Shadow of the Glen) wurde vor 110 Jahren uraufgeführt und gilt als erste Arbeit von John M. Synge. Was hier humoristisch aufgeladen erscheint, ist grundiert von harter Realität. Einsamkeit in rauer Abgeschiedenheit, armselige Lebensumstände, erbarmungslose Machtverhältnisse – genug Gründe, um in Wahn und Whiskey zu versinken. Wie bei dem russischen Kollegen ist auch hier spürbar, was ein Kritiker mit „Brisanz der gesellschaftlichen Dynamik“ umschrieb. Auf beispiellose Weise verknüpft der irische Schriftsteller erlebte Wirklichkeit mit phantastischer Volksüberlieferung.

Selten sind Theaterstücke so reich an Bildkraft und vorchristlicher Symbolik. Kaum verwunderlich, dass die rhythmisch so anspruchsvoll komponierten Stücke nur schwer zu übersetzen sind. Dass in Deutschland verschiedene Synge-Übersetzungen kursieren, ist wohl der in den 1960er Jahren herrschenden Irland-Liebe auf den Theatern zu danken. Ein Autor, der trotzdem noch zu entdecken und auszuloten ist. In seinem Vorwort zum „Held der westlichen Welt“ heißt es: „Als ich vor einigen Jahren ‚The Shadow of the Glen’ schrieb, bekam ich mehr Hilfe, als jedwede Gelehrsamkeit mir hätte gewähren können, durch den Spalt im Fußboden eines alten Hauses in Wicklow, in dem ich wohnte, der mich hören ließ, wovon sich die Dienstmädchen in der Küche unterhielten“.

Anton Tschechow (1860 bis 1904) und John Millington Synge (1871 bis 1909) sind jung gestorben. Der Ire verließ die Welt mit 38 Jahren, sein russischer Dichterkollege wurde sechs Jahre älter.

Mitreißend gestaltet wird der Abend von The Shadows of the Glen, einem Zusammenschluss von mehr als zwei Dutzend Irland-geprägter Musiker. Unter der musikalischen Leitung von Gerd Lübke wird die Totenfeier auf den einsamen Hügeln zu einem Fest des Lebens.

 DAS ENSEMBLE

Regie: Olaf Velte

Auf der Bühne:
Mitwirkende Nacht vor der Verhandlung:
Peter Fischer, Laura Flügel, Rainer Henrici, Kevin Velte
Mitwirkende Nebelschlucht:
Frank Hammen, Anette Quentel, Marcus Rühl, Olaf Velte

Hinter der Bühne:
Brigitte Arnold (Requisite), Helga Ostermeyer (Kostüme),
Martin Mayer (Fotos, Flyer), Olaf Bohris (Bühne)

 DIE AUFFÜHRUNGSTERMINE

Folgende Aufführungstermine sind vorgesehen:

Samstag, 26. Oktober 2013, 20:00 Uhr,
Forum Friedrichsdorf in Köppern (Premiere)
Dreieichstraße 22, Friedrichsdorf-Köppern

Vorverkauf: Der Tabakladen, Friedrichsdorf

Samstag, 2. November 2013, 20:00 Uhr,
Hessenpark, Scheune Oberweser am Marktplatz
Vorverkauf Neu-Anspach: Buchhandlung Weddigen
www.hessenpark.de

Sonntag, 3. November 2013, 18:00 Uhr,
Hessenpark, Scheune Oberweser am Marktplatz
Vorverkauf Neu-Anspach: Buchhandlung Weddigen
www.hessenpark.de

Samstag, 23. November 2013, 20:00 Uhr,
Bürgerhaus Wehrheim
Am Bürgerhaus/Wiesenau Werheim

Sonntag, 24. November 2013, 18:00 Uhr,
Bürgerhaus Wehrheim
Am Bürgerhaus/Wiesenau Werheim

 KARTEN
11 € Erwachsene, 7 € Schüler/Studenten

(Änderungen vorbehalten)

 KONTAKT UND RESERVIERUNGEN

Uschi Glassner • Telefon: 06172/72952
info@Theatergruppe-Friedrichsdorf.de

 PRESSESTIMMEN

Taunus Zeitung 04.10.2013 (PDF)
Wetterauer Landbote 07.10.2013 (PDF)
Usinger Anzeiger 15.10.2013 (PDF)
Taunus Zeitung 18.10.2013 (PDF)
Taunus Zeitung 28.10.2013 (PDF)
Usinger Anzeiger 27.11.2013 (PDF)

Frühjahr 2014

Schlüssel für Zwei

Komödie von John Chapman und Dave Freeman

 DAS STÜCK

Mit Schlüssel für zwei steht ein Klassiker des Boulevard-Theaters auf dem Programm. Kaum ein Stück ist in den letzten 25 Jahren so erfolgreich an deutschen Komödienbühnen gelaufen wie dieses.

Harriet genießt das Leben. Aber das Leben ist teuer. Da ist es praktisch, wenn man gleichzeitig zwei Liebhaber hat. Nach einem ausgeklügelten Stundenplan wechseln sich die beiden Männer mit ihren Besuchen ab. Alles läuft prima bis zu dem Tag, an dem der dumme „Ausrutscher“ des einen auf dem „Mitbringsel“ des anderen verhindert, dass der erste Liebhaber die Wohnung rechtzeitig verlassen kann. Die beiden Männer müssen voreinander versteckt werden. Dabei hilft Harrietts beste Freundin Anne. Als schließlich suchende Ehefrauen und längst verlorene Ehemänner auftauchen, ist das Chaos perfekt.

Überraschungen und Verwicklungen beschleunigen das Boulevardkarussell. Sehr zum Vergnügen der Zuschauer.

 DAS ENSEMBLE

Regie:
Britta Gottfried

Auf der Bühne:
Sylvia van Bentum, Barbara Becker, Jörg Ernst, Frank Kleemann, Rainer Kremin, Marion Schüllner, Veronika Staub

 DIE AUFFÜHRUNGSTERMINE

Folgende Aufführungstermine sind vorgesehen:

Samstag, 15. März 2014, 20:00 Uhr,
Forum Friedrichsdorf


Samstag, 22. März 2014, 20:00 Uhr,
Bürgerhaus Neu-Anspach


Samstag, 29. März 2014, 20:00 Uhr,
Comoedienhaus Hanau


Samstag, 05. April 2014, 20:00 Uhr,
Aula der Christian-Wirth-Schule Usingen, Benefizveranstaltung des Lions Club
Usingen-Saalburg

Samstag, 12. April 2014, 20:00 Uhr,
Kurtheater Bad Homburg


(Änderungen vorbehalten)

 KONTAKT UND RESERVIERUNGEN

Uschi Glassner • Telefon: 06172/72952
info@Theatergruppe-Friedrichsdorf.de

 PRESSESTIMMEN

 DIE BILDERGALERIE